Erkrankungen des äußeren Genitale

Krampfadern des Samenstranges, Hodenwasserbruch, Nebenhodenzysten, Nebenhodenentzündung, Vorhautverengung, Hodentumor u.a.

 

Einleitung/Ursachen

 

Erkrankungen im Bereich des äußeren Genitale sind für den Patienten meist sehr unangenehm und der Betroffene selbst sucht daher oft erst verspätet einen Arzt auf. Zumeist handelt es sich jedoch um harmlose Erkrankungen, welche durch eine gezielte medikamentöse Therapie oder einen kleinen operativen Eingriff rasch behandelt werden können. Auf der anderen Seite macht der Hodentumor etwa 1-2% aller bösartigen Erkrankungen beim Mann aus. Der Altersgipfel liegt dabei für den nicht seminomatösen Tumor bei etwa 27 Jahren bzw. beim Seminom bei etwa 37 Jahren. Diese Tumorerkrankung zeichnet sich vor allem durch eine sehr gute Heilungschance (bei Frühstadium bis zu 100%) aus. Allerdings ist die operative Entfernung des betroffenen Hodens unumgänglich.

 

Beschwerden/Diagnostik

 

Die diversen Erkrankungen können von kosmetischer Beeinträchtigung geprägt sein oder als störend empfunden werden. Hodentumore fallen meist als kleine, schmerzlose Verhärtung im betroffenen Hoden auf, gelegentlich (in ca. 30%) ist diese auch von leichten Schmerzen begleitet. Zur Diagnosestellung des Hodentumors gehört neben der klinischen Abtastung des Hodens, einer Laboruntersuchung (inkl. spezieller Hodentumormarker) und einer Ultraschalluntersuchung auch eine Computertomografie des Brustkorbes und des Bauchraumes (mit Kontrastmittel), um eine Streuung des Tumors frühzeitig ausschließen zu können.

 

Therapieoptionen

 

Wie bereits zuvor erwähnt können die meisten Erkrankungen, wie die krampfartig erweiterten Venen des Samenstranges (Varikocele), der Hodenwasserbruch (Hydrocele) oder die Vorhautverengung (Phimose) durch einen operativen Eingriff behoben werden. Entzündungen, wie die Nebenhodenentzündung (Epididymitis) oder eine Entzündung im Bereich der Vorhaut und der Eichel (die sogenannte Balano-Posthitis) werden überwiegend konservativ mit Antibiotika behandelt.

Die Therapie der Wahl bei Verdacht auf das Vorliegen eines Hodentumores ist die operative Entfernung des betroffenen Hodens. Alle Patienten sollten nach Diagnosestellung und erfolgter Operation an ein Referenzzentrum für Hodenkrebs zur weiteren Nachsorge weitergeleitet werden. Dieses stellt in Wien die onkologische Abteilung (III. Medizinische Abteilung) des Sozialmedizinischen Zentrums Süd (SMZ-Süd – Kaiser Franz Josef Spital) dar.

Durch meine Tätigkeit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien kann ich Ihnen eine eventuell notwendige operative Weiterbehandlung auch persönlich anbieten.

 
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