Harnstreifentest

Dabei wird lediglich eine geringe Harnmenge benötigt, die idealerweise zu Beginn der Untersuchung vom Patienten abgeben wird. Es ist zu beachten, dass der Harn möglichst frei von Verunreinigungen ist. Daher sollte der erste Harnstrahl direkt in der Toilette verworfen werden, nach Unterbrechen des Wasserlassens wird der folgende Harn mit dem Harnbecher aufgefangen. Diese Harnprobe wird anschließend analysiert. Bei der Frau lässt sich eine sterile Harnprobe idealerweise mittels Einmalkatheter gewinnen.

Besteht eine Harnwegsinfektion, dann finden sich im Streifentest weiße Blutkörperchen (Leukocyten), aber auch rote Blutkörperchen (Erythrocyten), Eiweiß und eventuell Nitrit.

Liegt eine Blutungsquelle im Harntrakt vor, obwohl der Harn mit freiem Auge unauffällig ist, spricht man von einer Mikrohämaturie. Dann finden sich im Streifentest primär rote Blutkörperchen, ohne Hinweis auf eine Infektion.

Des Weiteren liefert der Harntest Informationen über das mögliche Vorliegen einer Nierenerkrankung. So kann Eiweiß (Proteinurie) im Harn ohne gleichzeitigen Infektzeichen (d.h. ohne Nachweis von weißen Blutkörperchen) eine weiterfolgende internistische Abklärung erforderlich machen. Das gleiche gilt für den Nachweis von Zucker im Harn als Hinweis auf das mögliche Vorliegen eines Diabetes.

Harnstreifentest

 
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